Nutzer wissen oft noch nicht, dass es viele ihrer Lieblingsmedieninhalte in verschiedenen Übertragungsweisen gibt.

Das halbjährlich durchgeführte „Digitalbarometer“ der Marktforscher von tns emnid untersucht unterschiedliche Facetten der Internetnutzung 14-49jähriger Deutscher. Für Podcaster ist besonders der Abschnitt der Umfrage (hier: Version vom Januar 2010, PDF) interessant, der die Befragten nach ihrem Kenntnisstand bezüglich der sogenannten Medienkonvergenz befragt.
Konkret lautete die Frage:

Die Medienbranche entwickelt sich immer weiter. In Zusammenhangmit dieser Entwicklung wird häufig auch das Thema Medienkonvergenz gesprochen: Das bedeutet, dass ein und derselbe Medieninhalt über verschiedene Kanäle genutzt werden kann. So hat man die Möglichkeit, z.B. Fernsehsendungen, Radioprogramme oder die Inhalte von Tageszeitungen auch über das Internet oder Mobil-Telefon abzurufen. Wie gut fühlen Sie sich persönlich über das Thema Medienkonvergenz informiert?

Von jenen Befragten, die das Internet privat und/oder beruflich nutzen, fühlten sich 48% „weniger“ oder „gar nicht“ über das Thema Medienkonvergenz informiert. Mit anderen Worten: Sehr viele Menschen in Deutschland wissen nicht ausreichend darüber Bescheid, dass viele ihrer Lieblingsinhalte über eine Vielzahl von medialen Kanälen verfügbar sind. Sie wissen eventuell gar nicht, dass sie eine verpasste Radiosendung oder einen Videoclip auch im Internet anhören bzw. anschauen können.

Wer neue Vertriebskanäle wie Audio- und Videopodcasts nutzt, sollte also auch sicherstellen, dass besonders jene potenziellen Nutzer von den Angeboten erfahren, die Ihre Informationen im TV oder in der Zeitung suchen. Das Digitalbarometer zeigt jedenfalls, dass in diesem Bereich noch Potenzial vorhanden ist.