Fast drei Viertel der deutschen Schüler sehen Videos im Netz an – jeder Siebte macht das jeden Tag, fast die Hälfte mindestens einmal pro Woche. Über alle Altersgruppen liegt der Anteil der Webvideo-Gucker immer noch bei einem Drittel (32 Prozent).

Das ist ein Ergebnis einer gestern veröffentlichten repräsentativen Studie von TNS-Emnid. 1.116 Internetnutzer haben die Meinungsforscher im Auftrag der Zeitschrift Tomorrow dafür befragt.

Auch für die Informationsbeschaffung wird das Internet immer wichtiger. Das belegt die ebenfalls seit wenigen Tagen verfügbare neueste Allensbacher Computer- und Technikanalyse (ACTA 2008). Radio als Informationsmedium hat das Internet vermutlich in einem Monat abgehängt, Zeitungen und Fernsehen wohl auch in zwei, drei Jahren. Wohlgemerkt beim Bevölkerungsdurchschnitt. Bei den 20- bis 29-Jährigen gaben 75 Prozent der Befragten an, sich via Web über Aktuelles zu informieren – Fernsehen wurde nur von 56 Prozent als Informationsmedium genannt.

Zitiert wird die Allensbach-Geschäftsführerin Renate Köcher:

Mit dem Internet verschiebt sich nicht einfach nur das Mediengefüge, sondern es entsteht vielmehr eine völlig neue Informationskultur.

Damit meint sie vor allem, dass es immer weniger üblich ist, regelmäßig Fern zu sehen oder gar Zeitung zu lesen. Der Trend geht zur Information nach Bedarf.

Pressemitteilung der Tomorrow-Studie (nur grobe Zahlen, für Details soll man das Heft kaufen) »
Auszüge aus der Allensbacher Studie (bei Allensbach konnte ich auf der ziemlich mauen Website nichts finden) »