Gestern hat Apple seinen Tablet-PC namens iPad vorgestellt. Monatelang hatte es Gerüchte darum gegeben, und ihm wurden die wildesten Fähigkeiten angedichtet. Die Reaktion auf das nun gezeigte Gerät sind überraschend positiv, finde ich. Natürlich gibt es ein paar Leute, die Details bemängeln, aber die gibt es immer. Generell sind die meisten Blogger und Journalisten der Meinung, dass der iPad ein Erfolg wird (nur ein Beispiel: Thomas Knüwer »).

Der iPad von Apple – E-Book-Reader, Surf-Brett, Mail-Maschine, Video-Player und Spielkonsole.
Was der iPad aber nicht ist: Die Revolution bei den E-Books. Zwar kann er solche darstellen (im ePub-Format), und es wird auch einen iBookstore geben. Dieser sieht ganz vielversprechend aus, ist aber eben nur für – Bücher. Zeitungen und Zeitschriften kann man dort wohl (zunächst?) nicht kaufen. Deren Verleger müssen also erstmal selbst weiter nachdenken, wie sie ihr Geschäft retten. Die New York Times setzt auf eine eigene Anwendung („App“) dazu. Diese kann man im App-Store (in iTunes eingebaut) kaufen. Mit der kann man dann aber wieder nur die NY Times lesen. Wer also Inhalte mehrere Zeitungen/Zeitschriften lesen will, braucht dazu jeweils eine eigene Anwendung. Nicht besonders komfortabel. Und genau das ist meiner Meinung nach der Knackpunkt: Wenn es nicht komfortabel ist, setzt es sich nicht durch.

Aber was nicht ist, kann ja noch werden. Vielleicht landen die Zeitschriften schneller im „iBookstore“ als man denkt – im Musikladen „iTunes“ gibt es ja auch mittlerweile Fernsehserien, Spielfilme und Programme zu kaufen.

Ach ja, und Podcast kann man auf dem iPad natürlich dank iTunes auch hören bzw. sehen!

Zum Schluss noch ein Linktipp zu einem Artikel von Dorian Benkoil, der begründet, warum der iPad ein großer Konkurrent für den E-Book-Reader Kindle von Amazon ist. Benkoils Beitrag bei Poynter Online »