3,1 Millionen Deutsche nutzen Podcasting, 1,3 Millionen tun das mehrfach pro Woche. Die regelmäßigen Nutzer nehmen sich immer mehr Zeit für das Medium. Von einer kurzlebigen Modeerscheinung kann demnach nicht die Rede sein. Und alle Nutzer legen besonderen Wert auf die Qualität der Inhalte.
Das sind einige der Ergebnisse der Studie von House of Research, an der 764 Personen teilnahmen.

Einige Ergebnisse bestätigen vorige Studien: mehr Männer als Frauen nutzen Podcasts. Etwa die Hälfte aller Podcast-Folgen werden am PC gehört bzw. gesehen. Die Nutzer sind jung und haben eine hohe Bildung.

Die Intensivnutzer konsumieren im Schnitt 56 Minuten pro Tag Podcasts. Bei den Gelegenheitsnutzern sind es immer noch 10 Minuten (immerhin über eine Stunde pro Woche). Zu den Gelegenheitsnutzern gehören 6 Prozent der Onlinenutzer ab 14 Jahren (ca. 2,3 Mio. Menschen). Sie hören bzw. sehen seltener als einmal pro Woche Podcasts. Gerade diese Nutzer bemängeln die vielen qualitativ schlechten Podcasts.

Mit deshalb sollte man gerade bei Angeboten für diese Zielgruppe auf eine gute Abstimmung auf die Erwartungen der Nutzer achten – Professionalität wird durchaus wahrgenommen und geschätzt.

Es zeigt sich, dass man mit Podcasts dauerhaft insbesondere die Nutzer ansprechen kann, die über klassische Medien immer schwerer erreichbar sind.

Ein Fazit der Studie:
„Wenn Podcasts auch im Vergleich zu klassischen Medien deutlich geringere Reichweiten und Nutzungszahlen haben, so ist die Nische, in dem sich das Medium eingerichtet hat, relativ geräumig: 3,1 Millionen zumindest sporadische und 1,3 Millionen regelmäßige Podcast-Nutzer und ein Zuwachs von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr lassen erwarten, dass sich das junge Medium Podcast als dauerhafte Erscheinung im Medienbereich etabliert und noch wachsende Nutzerschaften aufweisen wird.”

Die Studie zum Nachlesen »