Viele passionierte Podcaster haben vom schnellen Geld geträumt. Mehrere Unternehmen hatten versprochen, ihnen schnell und stetig Werbekunden zuzuführen. Die Idee ist einfach und überzeugend: die Podcaster produzieren hervorragende Inhalte und haben eine treue Hörerschaft/Zuschauerschar. Vor und nach den Podcast wird kurz Werbung eingebaut, und alle profitieren: die Hörer von kostenlosen hochwertigen Podcasts, die Podaster von den Werbeeinnahmen, die vermittelnden Unternehmen von der Provision und die Werbenden von neuen Kunden. Aber in der Praxis hat das nicht funktioniert.

Über die Gründe dafür kann man nur spekulieren. Aber die Tatsache, dass Werbung in Podcasts bisher nicht funktioniert, ist nicht von der Hand zu weisen. Das begründet Michael Geoghegan, einer der profiliertesten amerikanischen Podcast-Profis, in einem sehr lesenswerten Blog-Artikel. Und seine Erkenntnisse lassen sich direkt auf deutsche Podcast übertragen. Mit Werbung in Podcast ist derzeit allenfalls ein Zubrot zu verdienen.

Ein Kollege von Geoghegan, den ich ebenso schätze, hat geantwortet: Paul Colligan schreibt, Podcasting sei eben nur ein Werkzeug. Es kann sehr wohl auch zum Geld verdienen genutzt werden – aber eben nicht einfach nur, indem man einen Podcast produziert und dafür Werbekunden sucht. Das ist eher als Ergänzung zu Geoghegan zu verstehen, nicht als Kritik.

Fazit der Diskussion dieser zwei Podcasting-Schwergewichte: Podcasting ist ein nützliches Werkzeug, mit dem sich hervorragend Werbung und Marketing machen lässt. Nur Werbung in Podcasts fristet derzeit noch ein Schattendasein.

Der Artikel von Geoghegan »
Die Antwort von Paul Colligan »