Kurz vor Weihnachten hat der Vorsitzende des Podcastclubs e. V., Georg Schneider, die Türen zugeschlagen. Er verkündete das Ende des Vereins. Es folgte ein wenig Wind, der sich aber über die Weihnachtstage schnell wieder gelegt hat.

Was bleibt? Der Club wird wohl verschwinden, und mit ihm der Deutsche Podcast Award. Das ist aber wohl schon alles, da die Verleihung dieses Preises das Einzige war, was der Club nach Außen aus meiner Sicht bewegt hat.

Erstaunlich auch, dass ein Vorsitzender einen e. V. einfach schließen kann. Nach dem demokratischen Grundverständnis müssten das doch eher die Mitglieder beschließen, der Vorstand kann lediglich zurücktreten. Aber das Ende ist durchaus symptomatisch: Seit meinem Beitritt zu dem Verein vor eineinhalb Jahren habe ich von diesem nichts gehört – vermutlich bin ich also gar nicht beigetreten und meine Beitrittserklärung ist verschütt gegangen. Wie ich von Anderen weiß, ist das kein Einzelfall.

An dieser Stelle dennoch ein Lob an Georg Schneider, dass er sich um das Vorankommen des Podcasting in Deutschland bemüht hat.
Das Medium ist inzwischen erwachsen geworden. Oder doch zumindest so weit, dass es auf eigenen Füßen stehen kann. So wenig wie es einen Verein zur Verbreitung des Internet heute braucht, ist ein Verein zur Verbreitung des Podcasting nötig. Podcasting funktioniert einfach, hat seine (noch immer wachsende) Nische gefunden und entwickelt sich weiter.

Somit kann ich mich Tim Pritlove (Chaosradio Express-Podcast) nur anschließen, der in einem lesenswerten Beitrag die Hintergründe beleuchtet. »