8 Prozent der Unternehmen und 10 Prozent der PR-Agenturen in Deutschland podcasten. 22 Prozent bzw. 35 Prozent planen, das in Zukunft zu tun.

Diese Ergebnisse hat der PR-Trendmonitor von news aktuell veröffentlicht.
Dabei betonen die Autoren, dass in 37 Prozent der Unternehmen bzw. 28 Prozent der Agenturen es nach eigenen Angaben nur am Know-How mangelt, um eigene Podcasts zu produzieren – ansonsten würden sie es gern tun.
Wenn das alles ist: kein Problem, wir helfen gern!

Spaß beiseite: Die Angaben erscheinen mir etwas seltsam. Wenn der Wunsch nach einem Podcast so groß ist, kann man sich ja tatsächlich an eine Agentur wenden, die Podcasts produzieren kann. Vielleicht liegt das Ergebnis auch daran, dass für die Studie Pressestellen von Unternehmen befragt wurden. Und die sind vielleicht nicht ganz die richtige Adresse.

Podcasting ist wahrscheinlich besser in der Marketing-Abteilung aufgehoben. Hätte man hier die Verantwortlichen befragt, wären da sicher andere Zahlen herausgekommen. Nach meiner Erfahrung ist das Wissen zur Podcast-Produktion bei den Marketing-Verantwortlichen ziemlich gut. Oft mangelt es nur an der Zeit, dieses Thema anzugehen und Podcasting für sich zu nutzen.

Natürlich will ich keinem PR-Verantwortlichen das Thema Podcasting wegnehmen oder ihm die Kompetenz dafür absprechen. Podcasting gehört nach meinem Gefühl deshalb eher zum Marketing, weil man mit einem Podcast selbst vollständig über die Inhalte bestimmt. So wie beim Marketing.
In der PR muss ich dagegen immer an einem Filter vorbei – ich muss die Redaktion überzeugen, über mich zu schreiben. Ich bin also von deren Interesse und Wohlwollen abhängig.
Wobei man aber tatsächlich klassische PR machen kann bei den Podcastern, die wiederum in ihrem Podcast über das Unternehmen und deren Produkte berichten…

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Zur Studie » (Update: Link nicht mehr verfügbar)