Eine US-Krimiserie wagt die konsequente Verknüpfung von Web und TV – Twitter-Nutzer dürfen während der Sendung live bestimmen, wie sie endet.

Sowas gab’s noch nie: Der Sender CBS hat für die nächste Folge von “Hawaii Five-0″ drei verschiedene Enden gefilmt, in denen sich jeweils einer von drei Verdächtigen als der Täter entpuppt. Während der Ausstrahlung können die Zuschauer auf Twitter und auf der Website von CBS dann bestimmen, welches der drei Enden sie sehen wollen.

Für CBS schafft das Experiment vor der Ausstrahlung natürlich viel Aufmerksamkeit. Und es könnte dem für die Werbekunden des Senders problematischen Trend entgegenwirken, dass immer mehr Haushalte durch Festplattenrekorder und Online-Streaming die Sendungen zeitversetzt und ohne Werbung sehen.

Mit Interaktivität versuchen die Sender schon seit Jahren, den Zuschauerschwund aufzuhalten. Bisher waren die Ansätze aber wenig kreativ. Man darf gespannt sein ob mehr erzählerische Formate nachziehen, wenn CBS mit seinem Konzept Erfolg hat. Denn in der Produktion kostet natürlich jedes der drei gefilmten Enden Geld, nicht nur das eine, das die Zuschauer dann zu sehen bekommen.

Die Meldung dazu bei GIGAOM:
Hey, Twitter, Hawaii Five-0 wants you to pick the killer »