Der Journalist Wolf Schneider ist unter die Videoblogger gegangen. Von der Süddeutschen, auf deren Site das Blog erscheint, wird er als „Sprachpapst“ bezeichnet. Eine Bezeichnung, die nicht zu Schneiders bescheidenem Auftreten passt. Der erste Film ist leider qualitativ auch ein Reinfall.

Aus irgendwelchen Gründen ist das Video mit schwarzen Trauerrändern eingebunden, außerdem sieht es nach Grauem Star aus – die Farben sind flau und verschwommen. Kameraführung und Schnitt sind vollkommen unmotiviert.
Das Video nicht im Feed der Seite eingebunden, eine Möglichkeit, es als Podcast zu abonnieren fehlt. Direkt auf seiner eigenen Site einbinden oder einzeln per Mail verschicken kann man es auch nicht.

All das hat Schneider nicht verdient, und der Marke „Sueddeutsche.de“ ist es auch nicht gerade dienlich. Schön ist, dass Wolf Schneider sein Videoblog „Speak Schneider!“ nennt – ein Seitenhieb auf alle Sprachnörgler, die sich über zu viel Englisch im Deutschen aufregen?
Der Dozent an fünf Journalistenschulen wird nun einmal im Monat über „Themen der deutschen Sprache“ sprechen.

Was auch sehr gut ist: Schneider hält es kurz. Obwohl er wahrlich viel zu erzählen hätte, spricht er nur knapp 50 Sekunden. Das Intro ist mit 10 Sekunden dafür etwas lang geraten. Das Geld, das man dafür ausgegeben hat, hätte man besser in eine Filmleuchte investiert.

Das erste Video bei der Süddeutschen »