Google will ein Stück vom lukrativen Lehrbuch-Markt abhaben und hat jetzt auch digitale Schulbücher im eigenen Store. Leider bisher nicht in Deutschland.

Schulbücher profitieren enorm von einer digitalen E-Book-Version: Text und Bilder können durch Filme, Audio und interaktive Elemente wie Tests ergänzt werden, was den didaktischen Wert stark erhöhen kann. Und da besonders Bücher für Hochschulkurse teilweise richtig dicke Wälzer sind, ist das reduzierte Gewicht hier besonders praktisch – ein Tablet im Rucksack wiegt nur ein Bruchteil eines einzigen Buchs und speichert hunderte davon.

Auch für die Anbieter lohnt sich das Geschäft: Obwohl die Herstellung und Distribution der E-Book-Versionen gegenüber gedruckten Ausgaben insgesamt sicherlich deutlich billiger ist, kostet allein die Ausleihe eines Buchs für 180 Tage rund 65 US-Dollar.
Das klingt lukrativ, und so wollen alle großen Player im Digitalmarkt Schulbücher als E-Books anbieten: Apple startete Anfang 2012 nicht nur einen eigenen Lehrbuchbereich im App-Store für iPad und iPhone, sondern auch das iBooks-Format, das die technischen Vorteile des iPads ausnutzt und multimediale Bücher mit hoher Interaktivität bietet.

Auch Amazon verkauft Schulbücher als E-Books, ebenso die US-Buchhandelskette Barnes&Nobles.

Google scheint in Zukunft mit seinen Android-Tablets noch mehr in den Bildungsbereich gehen zu wollen. Man darf gespannt sein.