17,89 Euro pro Monat zahlt jeder Haushalt nun für den Öffentlich Rechtlichen Rundfunk pro Monat. Sieben Milliarden Euro kommen so im Jahr zusammen. Das ist eine Menge Geld und damit lässt sich viel bewegen.

Niemand ist persönlich ganz zufrieden mit dem Programm von ARD, ZDF und Dritten Programmen. Aber jenseits von persönlichem Geschmack lassen sich viele gute Argumente dafür finden, dass der derzeitige Zustand des zwangsfinfanzierten Fernsehens und Radios kein guter ist.

Das Irrationalste ist, dass wir alle für Inhalte zahlen, die wir dann nicht so sehen können, wie wir wollen. Auch wenn wir nur einen Computer haben, zahlen wir. Die Inhalte sind teilweise gar nicht, größtenteils nur sieben Tage online zu sehen/hören. Der Journalist Philip Banse hat im Magazin t3n die wichtigsten Kernpunkte der aktuellen Kritik zusammengestellt. Ziel ist ein gebührenfinanziertes Fernsehen, dass auch Nischen bedient, aber dennoch so reformiert wird, dass es technisch wie inhaltlich zeitgemäß wird.

Er hat viele gute Argumente, nur bei einem bin ich anderer Meinung:
Ich selbst bin kein Tatort-Fan und bewundere viele amerikanische Serien, aber dennoch muss ich heftig widersprechen, wenn der Autor implizit vorschlägt, die ARD solle die Deutschen lieber mit anspruchsvollen amerikanischen Serien wie Game of Thrones oder Breaking Bad versorgen. Wer am Sonntag Abend eine der vielen Kneipe in einer deutschen Großstadt besucht, in der sich junge Menschen (nicht die über 60jährigen Haupt-Seher der Öffentlich Rechtlichen) zum gemeinsamen Tatortgucken treffen, merkt: hier wird Identität geschaffen. Tatort ist etwas typisch Deutsches, hier werden deutsche Themen aufgegriffen und das Lebensumfeld von uns allen fiktionalisiert und kritisch beleuchtet. Eine amerikanische Serie leistet das nicht. Auch wenn sie vielleicht oft spannender ist.

Die ganzen Argumente lesen Sie hier: Der neue Rundfunkbeitrag: Idee gut, Umsetzung mangelhaft